Der rote Elvis

Dean Reed war ein amerikanischer Sänger, Schauspieler und Regisseur, der in den 60er und 70er Jahren nach seinen großen Erfolgen in Südamerika und in den ehemaligen Sowjetstaaten schließlich in die DDR einwanderte. Als absolute Ausnahmeerscheinung wurde er dort hofiert, arbeitete allerdings auch als Mitarbeiter der Stasi. Sein tragisch-komisches Leben wurde mehrfach verfilmt, unter anderem im Dokumentarfilm Der rote Elvis. In der Zeit seiner großen Beliebtheit war er in Südamerika gefeierter als Elvis Presley. Interessant ist seine Zwiespältigkeit: Einerseits trat er als überzeugter Marxist auf, verteidigte in Fernsehauftritten in den USA selbst gegen Ende seines Lebens das DDR-Regime und genoss Reisefreiheit und andere Privilegien, andererseits machte ihm gerade die Unfreiheit des Ostblocks zu schaffen. Sein Unfalltod wird bis heute gerne mystifiziert – er ertrank in einem See bei Berlin 1986.

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